Tempus fugit
Ein Phänomen, dass mich eigentlich noch nicht so lange beschäftigt, ist die rennende Zeit. Seit ich beim Bund bin, sind meine Tage meistens so gefüllt, dass ich gar nicht mehr schauen kann, wie schnell diese vergehen. Es fühlt sich teilweise so an als würde ich gar nicht mehr mitbekommen, wie ein Tag vergangen ist.
Einen Vorteil hat die Sache natürlich schon, denn so verkürzt sich mein Wehrdienst schneller als erhofft und ich bin wieder halbwegs frei.
So long TimeJohnny
Jahresrückblick 2009 – Die Statistik
Tja natürlich ist es ab und zu interessant zu erfahren, was man denn so in einem Jahr geschafft hat.
Für Januar-Februar fällt mir nichts besonderes ein.
März: Recht cooler letzter Schultag, von dem mir 4 Stunden fehlen.
April: Abi geschrieben.
Mai: Abi mündlich und Ergebnisse. Offizieller Abibesitzer. Anfang der Arbeit für den Abischerz.
Juni: Abischerz für den man viele Stunden opferte und ich immer noch teils schlechte Erinnerungen habe, weil ich Videos schneiden musste und bei einem nichts mehr gerettet werden konnte.
Juli: 20 geworden, erste Midlife Crisis, die noch nicht ganz zu Ende ist.
August: Erneut ein Arbeitsantritt. Für KKU bis Ende September gearbeitet.
September: Arbeit beim KKU, naja gab wenigstens ordenlich Schotter ![]()
Oktober: Wehrdienst Antritt und Allgemeine Grundausbildung
Verdammt cooler Kramer Markt.
November: Ende der grünen Ausbildung und Anfang des Sanmonats.
Dezember: Das erste mal auf dem Kiez gewesen. Geiles Zugfest gehabt. Spaß an Karaoke im Big Ben Oldenburg gehabt. Ende der AGA. Verdammt cooles Silvester.
Sieht irgendwie positiv aus, ist auch schön so. Obwohl mir bestimmt nicht alles eingefallen ist.
So long StatJohnny
Schwarz, wie ein Freitag
Es war in grauer Vorzeit des 20 Jahrhunderts. Das Schauspielen hatte noch kein Durchbruch erzielen können, weil Schauspieler keine lange Haltbarkeit hatten. Das Problem, wenn Sie schlecht waren wurden sie von der Bühne gezogen. Leider machte man so etwas damals noch mit Sensen, anstatt den Neuartigen Haken. So kam es dazu, dass der Beruf des Schauspielers nicht sonderlich beliebt war, auf der anderen Seite aber den Putzfrauen und Bestattungsinstituten große Gewinne einbrachte, sodass sie eine starke Stütze für die Wirtschaft waren.
Es war im Jahre 1928 John Peterson, ein Liebhaber der Schauspielerei, auf die Idee kam Haken zu benutzen statt Sensen. Dies führte zu einem Explosionsartigen Anstieg an Schauspielern und zu sinkenden Gewinnen bei den Putzfrauen sowie Bestattungsunternehmern.
Die Kunst gewann an zunehmender Bedeutung. Allerdings litt die Wirtschaft so sehr darunter, dass es zu dem legendären "Black Friday" im Jahre 1929 kam. Die Wirtschaft konnte sich in dem Jahrhundert nur dadurch retten, dass Schauspielen solche immensen Gewinne einfuhr. Dadurch konnte man die anderen beiden Industrien vernachlässigen.
So long Johnny
PS. True Story
Geduld
Man kann nicht alles in sich reinfressen lassen, irgendwann macht man sich damit nur kaputt.
Ich bin die meiste Zeit über ein toleranter Mensch, bzw. ich versuche es zu sein. Letzte Woche waren wir beim Bund auf einer Schießbahn weit weg von unserer Kaserne. Das hieß neue Umgebung anderes Essen und so weiter. Das das nicht spurlos an einem vorbeiging merkte man spätestens am letzten Tag. Die Aggression lag in der Luft, alle rauften miteinander rum, öfter als sonst. Das lag wohl auch daran, dass das Essen recht bescheiden war und die ganze Zeit Zeug aus dem Pisspott(Pickpott) gegessen werden musste. Ich merkte das vor allem an mir, dass mir die Geduld ausging und der Drang zur Gewalt immer näher rückte. Komisches Gefühl wenn man als nicht gewaltätiger Mensch sich danach sehnt, Leuten aufs Maul zu hauen.
So long Johnny
PS. Wir hatten Mittwochs Schnee
Ja ich lebe noch
Es sind gefühlte Jahre vergangen seitdem ich den letzten Eintrag schrieb.
Nun ich bin seit 17 Tagen beim Bund und ich lebe noch. Der erste Tag war etwas Horror überall Krams ausfüllen zum Arzt gehen usw. Er endete erst um 23:20 und es war irgendwie sehr komisch die erste Zeit. Wir hatten keine Klamotten und somit auch nicht wirklich ein Gefühl, dass man Soldat ist. Nachdem es endlich Klamotten gegeben hat, hagelte der Bundeswehralltag auf uns ein. Viele Unterrichte, gemeinsame Übungen und natürlich Sport, sowie etwas nerviger Formaldienst. An sich ist es bisher aber nicht sonderlich schlimm, kommt wohl auch davon, dass ich glücklicherweise vorher angefangen habe zu trainieren und somit etwas fitter bin. Wirklich interessantes habe ich irgendwie nicht zu berichten, vielleicht später.
Leider kann ich mich zu aktuellem Tagesgeschehen nicht mehr äußern, da ich a) noch nicht das N900 mit ner UMTS flat habe b) total von der Außenwelt abgekapselt bin.
So long SoldatJohnny
Lebensetappe 3 Borsten fertig
Nun Schule ist fast ein Viertel Jahr her und seit dem hat sich das ein oder andere in meinem Leben getan. Ich hab 2 Monate lang nichts gemacht, bis auf Borsten und Feiern und dann hab ich nen Monat lang noch gearbeitet. Diese Zeit war allerdings nicht ganz so schön wie Etappe 2. Allerdings habe ich gelernt, dass ich mit einem Kumpel mich nich mehr besaufen darf, dass Wachmann sein einfach nur langweilig ist und das nette Kollegen überall lauern.
So long Johnny
Filmtipps 5
Lord of War handelt von einem Ukrainer, der in das Waffengeschäft einsteigt, weil er sonst im Leben keine besondere Begabung hat. Er schafft es durch Glück und Geschick bald an die Spitze zu kommen und alles zu erreichen was er wollte, jedoch werden ihm teilweise Steine in den Weg gelegt. Diktatoren, die ihn nicht mehr in Ruhe lassen, zerstören sein Leben, sodass er am Ende nur noch einen Ausweg hat.
Der Film ist gut gemacht und soll auf einer wahren Geschichte basieren. Es zeigt auf, wie Menschen mal wieder für Geld alles tun.
So long Johnny
Eine Idee gibts nicht nur einmal
Ich hab mich vor ein paar Tagen mit nem Kollegen unterhalten. Das Gespräch handelte von Atomkraft und wie man denn die Reste loswerden könne, ohne sie irgendwo lagern zu müssen. Ich wollte ihm grade meine Idee mitteilen, als er mir selber erzählte, dass es länger eine Disskusion darüber gibt, das Zeug in die Sonne zu schießen. Tja damit wurde meine tolle einmalige Idee auf einmal nicht mehr einmalig.
Sowas zeigt mir wenigstens, dass Fortschritt nicht immer nur von einem Menschen abhängig ist.
So long Johnny
Freiheit statt Angst
In unserer heutigen Gesellschaft ist Freiheit selbstverständlich. Viele wissen nicht, wie vorherige Generationen geblutet haben, um diese Freiheit zu bekommen. Deswegen wird sie auch nicht mehr so stark geschätzt wie früher.
Um Sicherheit gewährleisten zu können, muss man ein Stück seiner Freiheit aufgeben, dem stimmen wir auch zu, sonst würde Deutschland nicht so viele Einwohner haben. Allerdings wird das Grundgesetz und die Freiheit, die es gewährleistet, demontiert um uns vor Gefahren, wie Terrorismus zu schützen. Es steht jedem selbst frei, wie alltäglich die Gefahr davon ist. Jedenfalls wird man durch diese Einschränkungen kriminalisiert. Die Politiker halten es für notwendig durch Vorratsdatenspeicherung, jeden überwachen zu können und diese Daten für eine längere Zeit zu behalten. Das einige Angst bekommen, weil sie so unter Generalverdacht stehen, ist nicht verwunderlich, deswegen ruft der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung dazu auf am 12.9 in Berlin an der Freiheit statt Angst Demo teilzunehmen. Man demonstriert gegen die weitere Zunahme von staatlicher Überwachung und kriminalisierung der Bürger. Natürlich sind es nicht die einzigen Punkte. Schaut euch die Seite an und bildet euch ein Urteil.
So long Johnny, der leider nicht teilnehmen kann
Wandel der Zeit – 2
Damals als kleiner Junge dachte ich mir, dass ich nie spenden werde. Ich hatte immer Angst, dass das Geld nicht da ankommt, wo es soll. Zig Jahre später bin ich im Jahr 2009 und habe 3 oder 4 Spenden dieses Jahr gemacht.
Was hat sich geändert?
Nun ja ich hab immer noch die Angst von früher, allerdings spende ich auch nicht umbedingt für Sachen wie andere Menschen. Statt irgendwelche humanitären Einrichtungen gingen meine Spenden an die Piratenpartei und Freiheit statt Angst. Wobei ich diese beiden auf ähnlicher Stufe sehe, da sie, wenn sie Erfolg haben, mein Leben verbessern würden, wie andere Einrichtungen das Leben anderer Menschen.
Ich werde auch künftig spenden und zwar an Dinge, an die ich auch glaube und nicht irgendwelche viel zu großen Einrichtungen, bei den man Angst hat, dass sie die Spenden missbrauchen.
So long Johnny



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