Das Arschkriecher-Gen
Es ist immer toll, wenn man etwas erkennt. Bei mir ist es diesmal eine Schwäche. Euphemistisch formuliert kann ich mich mit den Interessen meiner Chefs identifizieren. Sprich ich stehe eher auf der Seite des Chefs, statt auf der Seite meiner Mitmenschen. Was später in der Arbeit ein Vorteil sein könnte, macht mir Sorgen, da ich so unkontrolliert zu dem werden könnte, was ich verabscheue. Vor allem ist es ja so schlimm, weil man durch sowas die Bodenhaftung verliert und nicht mehr den Blick fürs Wesentliche hat. Vor allem aber wird das eigene Denken immer weiter eingestellt, was mich am meisten nervt. Naja dann versuche ich es mal abzustellen.
So long Johnny
Im Zug zusammen und doch allein
Vielen Menschhen geht es wie mir. Sie fahren öfter mit dem Zug und viele hören dabei Musik, lesen ein Buch oder schauen etwas auf ihrem Laptop. Was mir dabei auffällt? Nunja irgenwie kapselt sich jeder ab. In der Bahn hätte man eigentlich eine super Chance neue Menschen kennen zu lernen. Jedoch versuchen alle lieber in ihrer kleinen Welt zu bleiben. Persönlich hab ich keinen Schritt in die Richtung getan, mit jemandem, den ich nicht kenne, zu sprechen. Irgendwie fühl ich mich nicht so recht, als müsste ich umbedingt jemanden kennenlernen. Vielleicht weil ich in meinem Job quasi jeden Tag jemand neues sehe.
So long Johnny
Jahresrückblick 2009 – Die Statistik
Tja natürlich ist es ab und zu interessant zu erfahren, was man denn so in einem Jahr geschafft hat.
Für Januar-Februar fällt mir nichts besonderes ein.
März: Recht cooler letzter Schultag, von dem mir 4 Stunden fehlen.
April: Abi geschrieben.
Mai: Abi mündlich und Ergebnisse. Offizieller Abibesitzer. Anfang der Arbeit für den Abischerz.
Juni: Abischerz für den man viele Stunden opferte und ich immer noch teils schlechte Erinnerungen habe, weil ich Videos schneiden musste und bei einem nichts mehr gerettet werden konnte.
Juli: 20 geworden, erste Midlife Crisis, die noch nicht ganz zu Ende ist.
August: Erneut ein Arbeitsantritt. Für KKU bis Ende September gearbeitet.
September: Arbeit beim KKU, naja gab wenigstens ordenlich Schotter ![]()
Oktober: Wehrdienst Antritt und Allgemeine Grundausbildung
Verdammt cooler Kramer Markt.
November: Ende der grünen Ausbildung und Anfang des Sanmonats.
Dezember: Das erste mal auf dem Kiez gewesen. Geiles Zugfest gehabt. Spaß an Karaoke im Big Ben Oldenburg gehabt. Ende der AGA. Verdammt cooles Silvester.
Sieht irgendwie positiv aus, ist auch schön so. Obwohl mir bestimmt nicht alles eingefallen ist.
So long StatJohnny
Aus der Fundgrube 3
Eben gefunden ein Text der von Borst verfasst wurde.
Die Lebensgeschichte des Johis
Es war einmal vor langer , langer Zeit weit hinter den Bergen im eisigen 6-monatigen Packeis eine Iglometropole.
In diesem traumhaften stillen Örtchen wurde zu dieser Zeit ein Pinguinjunges geboren , das aber wayne ist. Johi ist aber umso unwayner und dieses Wesen wurde auch zu dieser Zeit geboren.
In seiner Kindheit wurden ihm die wichtigsten dinge des Lebens beigebracht z.B. die Kunst der Robbenjagd, die Zähmung wilder Eisbären und sonstiger Crap , wie Schlitten fahren. Eines morgens ,als Johi auf der Lauer nach Robben lag, hörte er ein lautes Knacken. "WTF", sagte unser kleiner Inuit noch und schon sah er sich auf einer Packeisscholle im Schwarzen Meer treiben.
Über reißende Stromschnellen gelang Johi schließlich nach FAH. Seit diesem kalten Morgen hat Johi kein ewiges Eis (außer seiner Scholle)gesehen und keine Robbe mehr gegessen. Und wenn er nicht gestorben ist , so lebt er noch heute.
So long FundgrubenJohnny
Schwarz, wie ein Freitag
Es war in grauer Vorzeit des 20 Jahrhunderts. Das Schauspielen hatte noch kein Durchbruch erzielen können, weil Schauspieler keine lange Haltbarkeit hatten. Das Problem, wenn Sie schlecht waren wurden sie von der Bühne gezogen. Leider machte man so etwas damals noch mit Sensen, anstatt den Neuartigen Haken. So kam es dazu, dass der Beruf des Schauspielers nicht sonderlich beliebt war, auf der anderen Seite aber den Putzfrauen und Bestattungsinstituten große Gewinne einbrachte, sodass sie eine starke Stütze für die Wirtschaft waren.
Es war im Jahre 1928 John Peterson, ein Liebhaber der Schauspielerei, auf die Idee kam Haken zu benutzen statt Sensen. Dies führte zu einem Explosionsartigen Anstieg an Schauspielern und zu sinkenden Gewinnen bei den Putzfrauen sowie Bestattungsunternehmern.
Die Kunst gewann an zunehmender Bedeutung. Allerdings litt die Wirtschaft so sehr darunter, dass es zu dem legendären "Black Friday" im Jahre 1929 kam. Die Wirtschaft konnte sich in dem Jahrhundert nur dadurch retten, dass Schauspielen solche immensen Gewinne einfuhr. Dadurch konnte man die anderen beiden Industrien vernachlässigen.
So long Johnny
PS. True Story
Geduld
Man kann nicht alles in sich reinfressen lassen, irgendwann macht man sich damit nur kaputt.
Ich bin die meiste Zeit über ein toleranter Mensch, bzw. ich versuche es zu sein. Letzte Woche waren wir beim Bund auf einer Schießbahn weit weg von unserer Kaserne. Das hieß neue Umgebung anderes Essen und so weiter. Das das nicht spurlos an einem vorbeiging merkte man spätestens am letzten Tag. Die Aggression lag in der Luft, alle rauften miteinander rum, öfter als sonst. Das lag wohl auch daran, dass das Essen recht bescheiden war und die ganze Zeit Zeug aus dem Pisspott(Pickpott) gegessen werden musste. Ich merkte das vor allem an mir, dass mir die Geduld ausging und der Drang zur Gewalt immer näher rückte. Komisches Gefühl wenn man als nicht gewaltätiger Mensch sich danach sehnt, Leuten aufs Maul zu hauen.
So long Johnny
PS. Wir hatten Mittwochs Schnee
Ja ich lebe noch
Es sind gefühlte Jahre vergangen seitdem ich den letzten Eintrag schrieb.
Nun ich bin seit 17 Tagen beim Bund und ich lebe noch. Der erste Tag war etwas Horror überall Krams ausfüllen zum Arzt gehen usw. Er endete erst um 23:20 und es war irgendwie sehr komisch die erste Zeit. Wir hatten keine Klamotten und somit auch nicht wirklich ein Gefühl, dass man Soldat ist. Nachdem es endlich Klamotten gegeben hat, hagelte der Bundeswehralltag auf uns ein. Viele Unterrichte, gemeinsame Übungen und natürlich Sport, sowie etwas nerviger Formaldienst. An sich ist es bisher aber nicht sonderlich schlimm, kommt wohl auch davon, dass ich glücklicherweise vorher angefangen habe zu trainieren und somit etwas fitter bin. Wirklich interessantes habe ich irgendwie nicht zu berichten, vielleicht später.
Leider kann ich mich zu aktuellem Tagesgeschehen nicht mehr äußern, da ich a) noch nicht das N900 mit ner UMTS flat habe b) total von der Außenwelt abgekapselt bin.
So long SoldatJohnny
Lebensetappe 3 Borsten fertig
Nun Schule ist fast ein Viertel Jahr her und seit dem hat sich das ein oder andere in meinem Leben getan. Ich hab 2 Monate lang nichts gemacht, bis auf Borsten und Feiern und dann hab ich nen Monat lang noch gearbeitet. Diese Zeit war allerdings nicht ganz so schön wie Etappe 2. Allerdings habe ich gelernt, dass ich mit einem Kumpel mich nich mehr besaufen darf, dass Wachmann sein einfach nur langweilig ist und das nette Kollegen überall lauern.
So long Johnny
Filmtipps 5
Lord of War handelt von einem Ukrainer, der in das Waffengeschäft einsteigt, weil er sonst im Leben keine besondere Begabung hat. Er schafft es durch Glück und Geschick bald an die Spitze zu kommen und alles zu erreichen was er wollte, jedoch werden ihm teilweise Steine in den Weg gelegt. Diktatoren, die ihn nicht mehr in Ruhe lassen, zerstören sein Leben, sodass er am Ende nur noch einen Ausweg hat.
Der Film ist gut gemacht und soll auf einer wahren Geschichte basieren. Es zeigt auf, wie Menschen mal wieder für Geld alles tun.
So long Johnny
Résumé
Alles begann im Juni. Ich war zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Beworben habe ich mich bei einer Sicherheitsfirma, die für das Atomkraftwerk hier tätig ist. Da eine Sicherheitsüberprüfung nötig ist, vergingen nach dem Gespräch, dass nur daraus bestand Zettel zu unterschreiben, 6 Wochen nach denen ich theoretisch hätte ich arbeiten können.
Die Revision wurde verschoben, von August auf September, und plötzlich dachte ich, dass ich doch nichts mehr vor dem Bund machen muss. Natürlich lag ich falsch und trat am 25.8 dann meine Ausbildung dort an, damit ich künftig als OSD dort arbeiten kann.
Man setzte mich an den Schlüsselposten. Dort saß ich 8-12 Stunden am Tag und habe Schlüssel ausgeteilt. So langweilig es klingt, so langweilig und langwierig es sich auch anhört, eure Erwartungen triffts wohl nicht so ganz. Mal davon abgesehen, dass man in den Spät- und Nachtschichten noch lesen konnte, war diese Arbeit so etwas von trist. Ich saß nur 3 Tage wo anders, sonst immer an dieser Stelle.
Zusammenfassend kann man sagen, dass dieser Job einfach geisttötend ist, ich kann es mir wahrlich nicht vorstellen, so etwas länger als einen Monat zu machen. Manche arbeiten da aber schon so lange, dass ich mich wirklich frage, wie sie es denn aushalten.
Es klingt jetzt alles reichlich negativ, jedoch gab es auch die ein oder andere gute Sache. So hab ich mir vorgenommen, bisschen mehr für meinen Körper zu machen, weil ich gesehen habe, was es für Auswirkungen haben kann. Außerdem hab ich natürlich einige nette Kollegen kennengelernt. Deren Sprüche werd ich bestimmt noch ab und zu vermissen. Ob ich nächstes Jahr so etwas nochmal mache, muss ich mir stark überlegen, weil es wirklich an einem nagt, wenn man nur rumsitzt und die Zeit stillsteht. Außerdem nervt das die ganze Zeit zu hören, dass man angeblich den besten Job habe.
So long Johnny



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